Die Geschichte vom Hitzkopf, Lama und Co.

Sonntag, 17.04.2016
SF Spielberg – SVO 1:2

Vor gerade einmal 30 Zuschauern bei bescheidenem Wetter am Sportplatz an der B28 konnten die Jungs um Trainer Vinelli am vergangenen Sonntag trotz fast 70 minütiger Unterzahl ihren ersten Dreier im Jahr 2016 einfahren.

In den Anfangsminuten kam der SVO besser ins Spiel und konnte über die rechte Seite das ein oder
andere mal gefährlich vors Spielberger Gehäuse kommen. Der Finale Pass kam aber wie schon so oft in dieserSpielzeit leider nicht an. Nach 10 Minuten kamen auch die Spielberger im Spiel an und konnten leichte Feldvorteile für sich beanspruchen. Den ersten Aufreger des Spiels gab es dann in der 25. Minute. Tim Harr, der nur eine Minute früher wegen Meckerns den gelben Karton vom äußerst einseitig pfeifenden Referee gesehen hatte mähte auf der rechten Außenbahn den Spielberger Stürmer um und sah hier völlig zurecht die gelb/Rote Karte.
Die Schwandorfer zogen sich in der Folgezeit weit in die eigene Hälfte zurück und lauerten mit ihren
beiden schnellen Stürmern Klimesch und Broß auf die ein oder andere Kontersituation. Als dann in der 35.Minute der Spielberger Spielführer einen Rückpass zu lasch zum Torwart zurück spielte, spritzte Raffi Klimesch wie ein Fuchs dazwischen, umkurvte den Torhüter und schob zur Führung für den SVO ein. Gleich im Anschluss darauf fast der Ausgleich, doch Sascha Renz blieb im Duell mit dem Spielberger Jungspund, der außer dieser einen Torchance nur noch durch unfaire Bemerkungen gegenüber Schwandorfer Spielern und Zuschauer auffiel,durch einen Blitzreflex auf der Linie Sieger und rettete das 1:0 aus Schwandorfer Sicht in die Kabine.

Konnten sich die Schwandorfer Zuschauer in der Halbzeitpause im Sportheim noch etwas aufwärmen, so wäre die ein oder andere kalte Dusche für die Mannen auf dem Platz sicherlich von Vorteil gewesen. Von Anpfiff weg wurde das Spiel zunehmend ruppiger. Als besonderes Beispiel trat hier der Spielberger Libero in Erscheinung. Hatte dieser schon aus der ersten Hälfte einiges auf dem Kerbholz, durfte dieser, noch nicht einmal vom Schiedsrichter verwarnt, in der zweiten Halbzeit weiterhin seinen Untaten freien Lauf lassen. Als nach 65 Minuten Maurice Broß im 16er zum Abschluss ansetzte, sprang eben dieser mit gestrecktem Bein und der offenen Sohle voraus dermaßen in den Mann hinein damit der Schiri gar keine andere Wahl hatte als auf den Punkt zu zeigen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Dennis Sailer sicher zum 2:0 für den SVO. Jedoch zum
Erstaunen aller auf dem Sportplatz anwesenden hatte der Spielberger für diese Aktion, die zur Folge hatte damit Maurice Broß verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, noch nicht einmal die gelbe Karte gesehen.
Wenige Minuten Später bot sich für den SVO die Möglichkeit den Sack endgültig zu zu machen. Karsten wurde vom agilen Raffi Klimesch freigespielt, scheiterte aber völlig freistehend aus fünf Metern am gegnerischen Torwart. Wiederum nur wenig später dann die Rote Karte für die Sportfreunde aus Spielberg. Raffi Klimesch wurde vom letzten Spielberger Verteidiger von den Socken geholt, Notbremse und folgerichtig der Platzverweis.
Die sich nun bietende Ausgeglichenheit an Feldspielern hatte jedoch noch kurz bestand. Nach einem Zweikampf an der Mittellinie stellte der Libero der Spielberger, Michael Gall, seine Nähe zu den überwiegend in den südamerikanischen Anden lebenden Lamas unter Beweis. Wie einst bei der WM 1990 Frank Rijkaard spuckte dieser Karsten ins Gesicht. Karsten, nun völlig von der Tarantel gestochen und fuchsteufelswild konnte gerade noch von den nun im Angesicht von 90 kg purer Muskeln stehenden und Angst um Leib und Wohl ihres Liberos habenden
Spielbergern in Zaum gehalten werden. Die ganze Aktion hatte zur Folge damit Karsten den Platz mit glatt Rot verlassen durfte und der Spielberger auch hier nicht einmal die Gelbe Karte sah.
Die restlichen 20 Spielminuten durfte der SVO nun also wieder in Unterzahl agieren, wobei ein richtiges Fußballspiel gar nicht mehr zu Stande kam. Nach 80 Minuten der Anschlusstreffer durch den Spielberger Libero, der nach 2 Tätlichkeiten, einer ungeahndeten Notbremse und sonstiger diverser Fouls und Unsportlichkeiten überhaupt gar nicht mehr auf dem Platz hätte stehen dürfen. Nur am Rande sei hier erwähnt damit dieser in der 85. Minute wegen erneutem Foulspiel doch noch die gelbe Karte sah.
In den Schlussminuten versuchten die Sportfreunde noch einmal alles. Die unermüdlich kämpfende Abwehr um die fast nichts zulassenden Mario Gutekunst und Sascha Federau konnte aber nicht mehr überwunden werden. Nach 70 minütiger Unterzahl und völlig verpfiffen vom mit schwächsten Schiedsrichter in dieser Saison konnten die Schwandorfer nach 94 intensiven und oft am Rande der Sportlichkeit geführten Partie endlich ihre ersten drei Punkte im Jahr 2016 feiern. Das man nun auch in der Tabelle an den Spielbergern vorbeigezogen ist wurde im Anschluss noch gebührend mit dem einen oder anderen Isotonischen Getränk gefeiert.
Für den SVO spielten: Renz, Harr, Federau, Hiller P., Federau, Gutekunst, Raisch, Niethammer, Broß (ab 65.
Kaupp) Klimesch (ab 85. Hiller T.)

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